Sonntag, 13. Mai 2018

Gelesen: Winterglitzern

Heute stelle ich euch ein Buch vor, das mir sehr am Herzen liegt:


Das Buch wurde freundlicherweise von der Autorin Cara Lindon selbst kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Herzlichen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar und den netten Kontakt ♥ . Trotzdem ist meine Meinung über das Buch davon komplett unbeeinflusst, ich schreibe keine Rezensionen aus purer Nettigkeit sondern nur, was ich persönlich auch so meine.

Beschreibung
Die unabhängige Bree arbeitet als Curvy Model und genießt ihr Single-Leben mit Reisen, spannenden Jobs und leidenschaftlichen Affären. Ein Anruf ihres Vaters ändert alles: Sie muss zurück ins beschauliche Cornwall, um sich dort um das B&B ihrer Eltern zu kümmern.
Den einzigen Gast kennt sie bereits – aus einer unerfreulichen Begegnung in London. Ben, Mitte 30, enttäuscht von der Liebe und gelangweilt vom Job. Er ist sofort von Bree fasziniert, aber sie zeigt ihm anfangs die kalte Schulter.
Bald entdeckt Bree Anzeichen, dass Ben ihr seine wahren Absichten verheimlicht. Als sie seinem Geheimnis auf die Spur kommt, droht alles zu zerbrechen, was zwischen ihnen begann.
Wird Bree ihm verzeihen können oder flieht sie vor der Liebe?
(Quelle: Amazon)

Autor
Cara Lindon ist das Pseudonym einer Bestseller-Autorin, die bereits bei den Verlagen Knaur, Rowohlt und Aufbau sowie im Selbstverlag veröffentlicht hat. Cornwall ist ihr Sehnsuchtsort, den sie mindestens einmal im Jahr besuchen muss, damit Land und Meer ihre Seele streicheln. Cara hat ihren Seelenverwandten bereits gefunden und lebt mit ihm und ihren Katern in einer kleinen Stadt, leider nicht in Cornwall.
(Quelle: vorablesen.de)

Das Buch
Das Taschenbuch hat 260 Seiten und wurde am 8. Dezember 2017 beim Verlag Nova MD veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Bree genießt ihr Leben als Curvy Model und lässt es sich richtig gut gehen. Feste Beziehungen sind nichts für sie, dafür gibt es doch viel zu viel Auswahl. Das Verhältnis zu ihren Eltern und ihrem Heimatörtchen St. Barth in Cornwall kann man guten Gewissens als unterkühlt bezeichnen, und sie ist froh, ihr Leben als Single weit weit weg genießen zu können. Doch dann erkrankt ihre Mutter an Krebs und ihr Vater braucht ihre Hilfe im Familienbetrieb, einem B&B, das sich gerade in den Wintermonaten keinen Ausfall erlauben kann. Widerwillig springt Bree im B&B ein und trifft dort auf Ben und seinem süß-chaotischen Hund. Schon bald kann sie beiden nicht mehr widerstehen, doch dann entdeckt sie Bens Geheimnis und nichts scheint mehr wie es war.

Bree ist mir als selber ganz schön curvy mit ihrer entwaffnenden Art schnell sympathisch geworden, und Ben mit seinem Beagle Charlie Brown für mich als "Hundemensch" sowieso. Auch einige der liebgewonnenen Nebencharaktere aus dem ersten Band "Herbstfunkeln" (klick) trifft der Leser hier wieder, wobei das Buch Winterglitzern auch gut ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten Band auskommt und eine in sich geschlossene Geschichte bildet. Nur die Nebencharaktere, die Beziehung der drei Freundinnen untereinander und natürlich der Schauplatz ziehen sich durch alle drei Bände.

Die Handlung ist turbulent und voller Höhen und Tiefen, nicht nur zwischen Bree und Ben. Bree wird nicht wirklich von ihren Eltern anerkannt. Im Gegensatz zu ihr werden die Geschwister in den höchsten Tönen gelobt, und auch ihr Beruf wird von den Eltern nicht gewürdigt. Trotzdem ist sie sofort zur Stelle, als ihre Hilfe gebraucht wird. Ich hätte mir am Ende eine ehrliche Aussprache zwischen den dreien gewünscht, doch das würde vermutlich den Ramen sprengen.

Der Ausflug in die Hundeschule hat mich sehr gefreut, einer der Gründe, warum ich mich an einigen Stellen in diesem Buch selbst wiedererkannt habe. Als "Hundemensch" freut es mich immer, wenn ein wenig hilfreiches Wissen in Sachen Vierbeiner auf unterhaltsame Art vermittelt wird. Natürlich taucht auch eine süße Katze im Buch auf, sonst wäre es nicht Cara Lindon. :-)

Fazit: Ich liebe Winter- und Weihnachtsromane, und wenn auch noch Liebe, Hunde und eine Prise Humor vorkommen, dann ist es einfach perfekt. Genau so erging es mir mit diesem Roman, der locker leicht nicht nur in einer Kuscheldecke auf dem Sofa eine gute Partie abgibt. Ich vergebe von Herzen gerne 5 von 5 Sternen.


Sonntag, 18. Februar 2018

Gelesen: DREAM ON - Tödliche Träume

Was lange währt, wird hoffentlich gut... heute stelle ich euch ein Buch eines tollen neuen Autors vor, das schon seit einiger Zeit bei mir auf der Festplatte schlummerte und gelesen werden wollte. Bedingt durch Krankheit kam ich leider erst jetzt dazu, ich hoffe, Herr Stoltz verzeiht mir meine späte Buchbesprechung.

Es geht um dieses Buch, welches Herr Stoltz selbst mir kostenfrei zur Verfügung gestellt hat:


Das Ebook wurde freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt, trotzdem spiegelt die Buchbesprechung meine eigene, unbeeinflusste Meinung wieder. Hier findet ihr weitere Informationen zum Buch: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Eine virtuelle Traumwelt. Schreckliche Ängste. Und eine gnadenlose Jagd.

Träumen per Knopfdruck! Die US-Firma DREAM ON hat eine vernetzte, virtuelle Traumwelt entwickelt, die sich absolut lebensecht anfühlt. Doch über das Unternehmen legt sich ein dunkler Schatten. Die Träumenden werden von ihren schlimmsten Ängsten heimgesucht und grausam gefoltert.

Der Traumdesigner Nick Quentin vermutet ein Virus im System und folgt der Spur durch die künstliche Welt. Doch damit gerät er selbst ins Visier eines skrupellosen Gegners, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Eine gnadenlose Treibjagd zwischen Traum und Realität beginnt…(Quelle: http://nikolas-stoltz.de)

Autor
Nikolas Stoltz arbeitet seit knapp zwanzig Jahren im Marketing und Innovationsmanagement eines internationalen Telekommunikationskonzerns. In dieser Zeit hat er exzentrische Charaktere kennengelernt und irrwitzige Situationen in der modernen Arbeitswelt erlebt, die es wert waren, aufgeschrieben zu werden. Die Vorliebe des Autors für spannende Krimis und technische Innovationen hat zum Erstlingswerk „DREAM ON – Tödliche Träume“ geführt, einem temporeichen Thriller mit Elementen aus Science Fiction, Wirtschaftskrimi und Politdrama. Nikolas Stoltz richtet ein besonderes Augenmerk auf die kontroverse Diskussion rund um den „gläsernen Bürger“ und die allgegenwärtige elektronische Überwachung. Er wurde 1973 in Lübeck geboren und lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Bonn.(Quelle: http://nikolas-stoltz.de)

Das Buch
Das Buch hat als Printausgabe 345 Seiten und wurde am 30. Oktober 2017 als Thriller beim FeuerWerke Verlag veröffentlicht.

Meinung
Protagonist Nick Quentin ergattert nach einigen Rückschlägen scheinbar seinen Traumjob. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, er darf für die amerikanische Firma DREAM ON als Traumdesigner arbeiten. DREAM ON hat eine revolutionären neue Technik erfunden, mit der untereinander vernetzte User ihre Träume selbst mitgestalten und somit ihre eigenen Träume wahr werden lassen können.

Hinter den Kulissen der Firma geht es allerdings eher albtraumhaft zu. Ständige Überwachung der Mitarbeiter, große Anspannung und strenge Sicherheitsvorkehrungen sorgen für Angst unter den Mitarbeitern. Unglücklicherweise wird Nick bei einem Mordfall kurz nach seiner Ankunft bei DREAM ON auch noch zum Hauptverdächtigen, und schnell weiß er gar nicht mehr, wem er überhaupt noch trauen kann und wer es eigentlich auf ihn abgesehen hat.

Was für eine Vorstellung: die eigenen Träume wirklich zu erleben und sie nach eigenen Wünschen umgestalten können - so weit weg von der heutigen Realität ist das nicht mehr, und genau das macht dieses Buch so besonders. Der Autor erklärt plausibel und für jeden verständlich, wie diese neue Technik funktionieren soll und welche fantastischen Möglichkeiten sich dadurch realisieren und erleben lassen. Der Wechsel zwischen der echten Welt und der Traumwelt ist optisch durch kursive Schrift (Traumwelt) dargestellt, so gelingt es leicht, zwischen beiden Welten zu unterscheiden. Auch die Abläufe sind gut beschrieben und erleichtern den Einstieg in die Geschichte.

Der Schreibstil war für mich am Anfang allerdings doch etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem die fast durchgehende ICH-Perspektive von Nick war ungewohnt. Auch gab es hier und da fehlende Wörter oder falsche Buchstaben, da sollte nochmal ein Lektor drüber schauen, denn mich reißt so etwas sehr aus dem Lesefluss heraus. Was echt schade ist, denn die Geschichte hat mich dann doch noch sehr gepackt, und ich wollte unbedingt wissen, was nun hinter dem ganzen steckt und wer nun welche Pläne verfolgt.

Nick ist mir persönlich insgesamt ein wenig zu blass geblieben. Ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen zu seiner Person und seiner Motivation gewünscht, und ein wenig mehr Kanten und weniger Naivität hätten ihm wohl auch gestanden. Auch waren mir manche Lösungen im Zuge der eigenmächtigen Ermittlung durch Nick und seine Freunde ein wenig zu glatt, das war etwas zu einfach und dadurch manchmal seltsam. FBI-Agentin Lena hingegen tat mir irgendwie leid, sie hat so einen scheußlichen Partner nicht verdient. Nicks Kollegen fand ich interessant, man konnte nie so genau sagen, wer nun wirklich Freund und wer Feind war, das machte es spannend bis zum Ende.

Fazit: nach kleinen Anlaufschwierigkeiten entwickelte sich DREAM ON doch noch zu einem rasanten Thriller, der von mir gerne 4 von 5 Sternen bekommt. Ich bin schon sehr gespannt auf den Nachfolgeband, in dem bestimmt noch das ein oder andere Rätsel aufgelöst wird.


Donnerstag, 18. Januar 2018

Gelesen: Sprache in Bildern: Zahlen, Fakten, Kurioses aus der Welt der Wörter

Nach einer gesundheitsbedingten Zwangpause kann es endlich auf meinem Blog weiter gehen. Ich begrüße alle Leser und Interessierte im neuen Jahr und hoffe, dass ich euch nicht ganz verschreckt habe :)

Starten wir mit einem interessanten neuen Buch, das ich über Literaturtest lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise von DUDEN kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmäßig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am häufigsten ihre Kinder, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres über unsere Gesellschaft?
Überraschende, lustige und skurrile Fakten über die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken übersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache - das geht!(Quelle: DUDEN)

Das Buch
Das Hardcoverbuch hat 112 Seiten und wurde am 7. August 2017 in der Reihe Sprachwissen bei DUDEN veröffentlicht.

Meinung
Bilder sagen oftmals mehr als tausend Worte heißt es. So schafft DUDEN es, das eher trocken anmutende Fach der Sprachwissenschaft in Infografiken und bunten Tabellen verständlich und interessant aussehen zu lassen. Das Buch "Sprache in Bildern: Zahlen, Fakten, Kurioses aus der Welt der Wörter" ist handlich, bunt und übersichtlich unterteilt. So finden sich neben "Buchstaben", "Wörter" und "Namen" auch Kapitel für "die deutsche Sprache" und "Sprachen der Welt". Die einzelnen Kapitel werden nochmal in sieben bis 13 Themen unterteilt, insgesamt finden sich 50 verschiedene Unterthemen im Buch wieder. Neben klassischen Themen wie Buchstabenverteilung, Lieblingsnamen und Sprachfamilien werden auch modernere Themen aufgegriffen wie Emoticons, What's App und (Schein-)Anglizismen.

Interessant fand ich zum Beispiel den Vergleich beziehungsweise die Unterschiede der Buchstabieralphabete zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz. Oder den Bedeutungswandel einzelner Wörter im Kapitel "Geil war nicht immer geil". Nicht so interessant fand ich den Teil über die Entstehung der Laute in Mund und Rachen, Logopäden hingegen hätten daran bestimmt Freude. Einen Einblick hinter die Kulissen des DUDEN gibt es im Kapitel "Wörter", mein liebstes Kapitel war hingegen "Die deutsche Sprache".

Eine Bewertung fällt mir dieses Mal wirklich schwer. Zum einen finde ich den Ansatz, Sprachwissenschaft in Infografiken zu verpacken, wirklich modern, kurzweilig und innovativ. Andererseits wurde ich des Büchleins schnell überdrüssig und ich brauchte beim "Lesen" der Bilder mehrere Anläufe. Einen Wiederlesewert kann ich hier leider kaum erkennen, und einige Seiten habe ich zugegebenermaßen nur überflogen wenn mich das Thema nicht so richtig interessierte. Das Buch beinhaltet meines Erachtens nach eher unnützes Wissen. Kann man wissen, muss man aber nicht.

Fazit: Interessierte Leser vom Fach finden hier bestimmt ihre Freude an den zugegebenermaßen hübsch und abwechslungsreich aufbereiteten Bildern. Für mich als Sprachwissenschaft-Laie ist das Büchlein zum reinschnuppern interessant, das Interesse flaut aber leider viel zu schnell wieder ab. Daher kann ich leider nur neutrale 3 von 5 Sternen vergeben.


Donnerstag, 30. November 2017

Gelesen: Trafen sich zwei - Betrachtungen über Menschen und Hunde

Ein tolles neues Buch, das ich über  lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise vom Kynos Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Eine Leseprobe kann man sich dort ebenfalls anzeigen lassen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Haben Sie sich je gefragt,was Ihr Hund denkt,wenn er sich in etwas furchtbar Stinkendem wälzt? Ob er so ähnliche Gefühle empfindet wie Sie selbst und wie das Leben aus seiner Sicht wohl aussehen mag? Lassen Sie sich von Bestsellerautorin Patricia McConnell in einer Reihe einzelner Betrachtungen, die ursprünglich als Kolumnen in der amerikanischen Hundezeitschrift The Bark erschienen sind, auf eine fulminante Gedankenreise in das gemeinsame Universum zweier Spezies entführen, die sich so nah und so fremd zugleich sind wie sonst keine anderen Lebewesen auf der Welt.(Quelle: Kynos Verlag)

Autor
Patricia McConnell, Ph.D. ist außerordentliche Professorin für Zoologie an der Universität von Wisconsin-Madison (USA), zertifizierte Tierverhaltenstherapeutin und lebt mit ihren Hunden und Schafen auf einer Farm in Wisconsin. Ihr Buch Das andere Ende der Leine wurde zu einem der erfolgreichsten Hundebücher der letzten Jahre.(Quelle: Kynos Verlag)

Das Buch
Das Hardcoverbuch hat 232 Seiten und wurde am 1. September 2009 beim Kynos Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Ich kenne bereits einige Bücher von Patricia McConnell und mag sie sehr, umso gespannter war ich auf dieses hier. Auch wenn es bereits 2009 veröffentlicht wurde, hat es für mich nicht an Aktualität verloren.

McConnell schrieb die 35 Themengeschichten des Buches ursprünglich als Kolumnen für eine amerikanische Hundefachzeitschrift; hier im Buch sind sie nun zu folgenden Kategorien zusammengefasst: "Neue Hunde", "Gefühle und Verstand", "Kommunikation", "Training", "Genetik, Ethologie und Verhalten" und schließlich "Letzte Worte". Ein Kapitel beginnt mit einem kurzen Fallbeispiel aus McConnalls jahrelanger Praxis als Tiervehaltenstherapeutin oder mit einem Erlebnis aus ihrem privaten Umfeld. Passend zum Beispiel vermittelt die Autorin anschließend Fach- und Laienwissen in gut verständlicher Form, sogar Studienergebnisse und Zitate von Fachleuten verpackt sie derart charmant und witzig, dass es eine Freude ist, mehr darüber zu erfahren wie ein Hund so tickt. Und nicht nur das, auch menschliche Denkmuster, Verhaltensweisen und Irrtümer zum Thema Hund werden auf interessante Weise behandelt und Alternativen und Lösungsansätze vermittelt. Dabei ist jedes Kapitel lang genug, um mir das Gefühl zu geben, etwas gelernt zu haben, aber kurz genug, um Anfänger weder zu langweilen noch zu überforndern.

Die verschiedenen Themen bieten einen guten Überblick über das Verhalten eines Hundes, warum er vielleicht manchmal ganz anders reagiert als Mensch es erwartet und was ein Hund wirklich braucht um ausgeglichen und glücklich zu sein. Auch die richtige Erziehung und Ausbildung wird angeschnitten, allerdings bleiben die Themen insgesamt eher oberflächlich. Außerdem werden McConnall-Fans das ein oder andere Thema oder Fallbeispiel aus anderen Büchern wiedererkennen, dort jedoch in ausführlicherer Form.

Fazit: Zur Vertiefung für bestimmte Themen eignen sich eher andere Bücher, das würde auch gar nicht in ein solches Buch passen. Ich denke, das Buch versucht eher, Menschen zu erreichen, die sich näher mit dem Thema Hundeverhalten beschäftigen und sich dafür nicht durch trockene Fachbücher quälen möchten. Als Einstieg sehe ich daher dieses Buch sehr gut geeignet, da es in ansprechender Form Wissen vermittelt und nicht zu sehr abschweift. Ich kann daher guten Gewissens volle 5 Sterne vergeben.


Samstag, 4. November 2017

Gelesen: Der Himmel über Quickborn

Heute stelle ich euch ein Buch vor, dass euch zurück in die neunziger Jahre versetzt:


Das Buch wurde freundlicherweise von der Autorin Kirstin Messerschmidt über Literaturtest kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Herzlichen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Seit sie denken kann, leidet die 15-jährige Olivia „Liv“ Ballato an unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Livs Temperament macht sie zur Außenseiterin. Gegen die Einsamkeit unterhält sie eine imaginäre Liebesbeziehung zu Rockstar Kurt Cobain. Als die Familie von der Großstadt ins dörfliche Quickborn umzieht, wird Livs Leben schier unerträglich. Doch dann verliebt sie sich in ihren Lehrer Marc.(Quelle: kirstinmesserschmidt.de)

Autor
Kirstin Messerschmidt, geb. 1981, ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen und begann ihre berufliche Laufbahn in einem Rechtsanwaltsbüro. Im Alter von 20 Jahren verließ sie ihre geliebte Heimat und ging nach London, um dort für den Musiksender MTV zu arbeiten. Seit 2005 lebt sie in Berlin. Geschrieben hat sie schon immer, jedoch meistens unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ihr erster Roman „Winterblut" erschien 2013 beim Klak Verlag.(Quelle: Literaturtest)

Das Buch
Das Buch hat 396 Seiten und wurde am 7. September 2017 in der Edition EP veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Olivia, die viel lieber "Liv" genannt werden möchte, ist ein typischer Teenager der neunziger Jahre. Hat ein Teenager an sich schon genug mit sich selbst zu tun, so kommt es bei Liv noch viel dicker. Ihre Mutter ist eine unausstehliche despotische Frau, die nur glücklich ist, wenn sie andere niedermachen kann. Zum Glück sind Liv und ihr Vater ein eingeschworenes Team wenn es darum geht, die Launen von Charlotte (natürlich nicht deutsch ausgesprochen sondern englisch, das ist schicker!) zu ertragen. Als die Familie aus Hamburg in das ländliche Quickborn zieht, sieht sich Liv einer komplett neuen Schule und Mentalität gegenüber. Es scheint auf der Schule fast ausschließlich zukünftige Arztfrauen oder Neonazis zu geben. Nur ihr Mitschüler Walter lässt sich von Livs schroffen Art und ihren zahlreichen heftigen Wutausbrüchen nicht abbringen und steht ihr stets zur Seite. Als dann Kurt Cobain stirbt, die Liebe ihres Lebens, stürzt sich Liv in ein verbotenes Abenteuer mit ihrem Lehrer Marc. Ob das gut gehen kann erfährt der Leser im Laufe des Buches nur zu gut.

Ich finde, dass das Titelbild gut zum Buch passt. Wer hatte damals nicht einen der leise knisternden Polyester-Sportanzüge im Schrank. Auch die Stimmung im Buch und die gewählten Ausdrücke passen prima in die Zeit. Die Protagonistin Liv wurde mir schnell sympathisch, und ich konnte ihre Wut sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich über das Ausmaß des ein oder anderen Ausbruchs dann doch leicht erschrocken war. Teenager eben. Doch obwohl ich mittlerweile meine eigenen Teenagerjahre längst hinter mich gebracht habe, konnte ich mich gut in sie einfühlen. Auch die anderen Figuren im Buch finde ich gut nahe gebracht und authentisch.

Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, waren die schnellen Wendungen und Ereignisse gegen Ende des Buches, da hätte ich mir teilweise ein wenig mehr Zeit für die Erzählungen gewünscht. Für mich ging es zum Schluss ein wenig zu schnell. Nichts desto trotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich musste des öfteren ziemlich schmunzeln. Ich freue mich schon darauf, weitere Bücher der Autorin zu entdecken und vergebe gute 4 von 5 Sternen für dieses Buch.