Sonntag, 21. August 2016

Gelesen: Interview mit einem Mörder

Heute stelle ich euch einen neuen Krimi vor, den ich über Literaturtest lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise von Literaturtest kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick und klick. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Dramatische Szenen bei der Eröffnung des neuen Würstelstandes von Ex-Fußballstar Johann Baroni: Mitten in dem fröhlichen Geschehen fällt ein Schuss - und Baroni sinkt zu Boden. Totengräber Max Broll ist verzweifelt: Sein bester Freund darf nicht sterben!
Als er wieder zur Besinnung kommt, erinnert sich Max: Er hat den Schützen gesehen. Doch der vermeintliche Täter entpuppt sich als harmloser Tourist. Es gibt kein Motiv, keine Tatwaffe, keine weiteren Zeugen - niemand schenkt Max Glauben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und sich an die Fersen des Mannes zu heften.
Und tatsächlich sitzt er dem Mörder bald Auge in Auge gegenüber - doch der ist klug, nichts kann seine Schuld beweisen. Max folgt ihm in einer atemlos spannenden Verfolgungsjagd, die ihn bis auf ein Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer bringt. Er ist überzeugt: Nur er kann den Verrückten zur Strecke bringen, um weitere Gräueltaten zu verhindern …(Quelle: Amazon)

Autor
Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe.(Quelle: Amazon)

Das Buch
Das gebundene Buch hat 288 Seiten und wurde am 20. Juli 2016 beim Haymon Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Aichners "Interview mit einem Mörder" ist bereits der vierte Band um den kultigen Totengräber Max Broll, der sein aufregendes Journalistenleben gegen das beschauliche Dorfleben eines Totengräbers eingetauscht hat. Er genießt die Ruhe und Unaufgeregtheit des Landlebens am Liebsten bei einem Bierchen, in seiner eigens angelegten Saune am Friedhof oder mit seinem besten Freund Baroni, mit dem er schon durch dick und dünn gegangen ist. Ausgerechnet am Eröffnungstag von Baronis neuem Würstlstand überredet der neue Pfarrer Max zu einer ausgedehnten Runde Gras, und so bekommt Max den Anschlag auf seinen besten Freund nur im Nebel mit. Er ist sich jedoch sicher, dass er den Attentäter erkannt hat, und als ihm niemand glauben will ermittelt er auf (zugegeben sehr eigenwillige) eigene Faust weiter und verfolgt den Verdächtigen sogar bis auf ein Kreuzfahrtschiff. Auf wen er dort trifft und ob er den Täter letztendlich überführen kann wird hier jedoch noch nicht verraten ;-)

Obwohl dies schon der vierte Band der Reihe ist war es für mich das erste Buch um Max Broll und seine Freunde. Ich kam jedoch beim Lesen schnell in die Geschichte hinein und kann daher bestätigen, dass man die ersten drei Bände nicht gelesen haben muss, um der Geschichte gut folgen zu können. Aichners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, hat mir aber gut gefallen. Einige Sätze sind eher abgehackt, als ob Gedankensplitter aufgefangen wurden. Dialoge sind nicht wie üblich mit Anführungszeichen gekennzeichnet sondern die Sätze stehen untereinander mit Bindestrichen aufgelistet. Manchmal kam ich dabei durcheinander wer nun was genau gesagt hat, aber das passiert bei wörtlicher Rede auch ab und zu und soll hier nicht als Kritik aufgefasst werden.

Das Buch ist allerdings insgesamt für meinen Geschmack ein klein wenig kurz geraten, die Geschichte hätte meiner Meinung nach an der ein oder anderen Stelle noch mehr hergegeben und manchmal fehlte mir ein wenig mehr Hintergrund. Vielleicht liegt das daran, dass ich die anderen Bücher nicht gelesen habe, andererseits ging es mir auch bei Figuren so, die nachweislich erst in diesem Band aufgetaucht sind wie die Journalistin auf dem Schiff.

Weil ich mich trotzdem gut unterhalten habe und dies bestimmt nicht das letzte Buch der Reihe für mich sein wird vergebe ich gute 4 von 5 Sterne.


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