Freitag, 18. September 2015

Gelesen: Geschichten aus Drafeenien

Heute stelle ich euch ein Kinderbuch vor, das ich über Blogg dein Buch lesen durfte:


Das Buch wurde freundlicherweise vom familia Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: klick. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar.

Beschreibung
Gefährliche Drachen und verwunschene Meeresungeheuer? Das gibt es nur in Drafeenien. Tauche ein in diese phantastische Geschichte und entdecke gemeinsam mit Drache Fafnir das grüne Tal Drafeeniens.

Versteckt hinter den sieben großen Meeren befindet sich das märchenhafte Drafeenien. In diesem fernen Land hausen in den dunklen Höhlen der Gebirge gefährliche Drachen und in den Tiefen der Drafeenienmeere gleiten verwunschene ­Meeresungeheuer. Inmitten dieser fabelhaften Welt gibt es zudem tapfere Ritter und mutige Piraten, die in Drafeenien ihre unvergesslichen Abenteuer bestehen.

Im ersten Band erzählt die Autorin von dem neugierigen Drachen Fafnir, der auf der Suche nach etwas Kostbarem das grüne Tal Drafeeniens entdeckt. Neben einem spannenden Piratenabenteuer auf hoher See endet der Erzählband mit der Reise des sagenumwobenen Ritters Gawein, der den mächtigen Drachen Sarungal herausfordert.

Eine wunderbare Fantasiewelt voller spannender Abenteuer!(Quelle: Blogg dein Buch)

Autor
Amanda Koch begann 2004 mit dem Schreiben. Aus ihrer Feder stammen Artikel für den Familienratgeber »Baby Kind Familie« und Kurzgeschichten für Kinder. Einige Werke wurden in dem Kinderbuch »Geschichten aus Drafeenien« veröffentlicht. Die Autorin zeigt durch ihre Erzählungen, wie wichtig Liebe und Vertrauen im Leben sind, und dass es in der Welt mehr zu erkennen gibt, als jene Dinge, die direkt vor unseren Augen liegen.
2013 - im Jahr des Mondes - startete sie ihr Debüt als Jugendbuchautorin. Mit »Die Wächter von Avalon - Die Prophezeiung« wurden der Verlag und die Autorin mit einem Leserpreis von »Blogg dein Buch« ausgezeichnet und 2015 beendete sie die Fantasytrilogie mit dem 3. Band »Die Legende von Ýr«.
Amanda Koch widmet sich nicht nur in ihren Jugendromanen den Sinnfragen des Lebens. Auch in den Geschichten für Kinder stellt sie sich spielerisch diesen Fragen. Hier geht es um Freundschaft, Mitgefühl, Verstehen und die Achtsamkeit im Leben.
Mit »Der Zauber unter der Sonne – Wie Eóin den Frühling fand« erscheint ihr zweites Kinderbuch. Des Weiteren werden 2015 die Kinderbuch-Titel »Kyra und das Geheimnis des Meeres« und »Sternenwelt – Auf der Suche nach dem Platz am Himmel« veröffentlicht.(Quelle: Blogg dein Buch)

Das Buch
Das Hardcoverbuch hat 32 Seiten und wurde am 03.07.2015 als Vorlesebuch beim familia Verlag veröffentlicht. Es lässt sich flüssig lesen, Rechtschreib- oder Satzfehler sind mir nicht aufgefallen.

Meinung
Was mir an dem Buch gut gefällt ist das Cover, es zeigt Ritter Gawein auf dem Drachen Sarugal aus der dritten Geschichte des Buches. Außerdem besitzt das Buch ein schönes Format zum Festhalten und Vorlesen und bietet genug Platz für Text und Bilder zur jeweiligen Geschichte. Die Bilder sind durchgehend im Stil des Covers gezeichnet, also etwas kindlich mit schwarzem Stift und Aquarellfarben.

Das Buch enthält drei Geschichten. In der ersten Geschichte sucht der junge Drache Fafnir nach Spielgefährten, und da fängt es auch schon an mir nicht mehr zu gefallen. Fafnir begegnet auf der Suche nach Gesellschaft mehreren Tieren, doch die sagen ihm alle, sie könnten nicht mit ihm spielen, er sei zu groß und zu anders. Im Verlauf der Geschichte begegnet er dann einem anderen jungen Drachen und findet endlich seinen Spielkameraden. Was möchte uns diese Geschichte beibringen? Von familia bin ich Bücher gewohnt, die eine Moral haben, einen Sinn, etwas beibringen möchten. Hier lernen wir also, dass Drachen nur mit Ihresgleichen spielen können, verschiedene Arten können nicht miteinander spielen. Das finde ich im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik nicht so gelungen muss ich leider sagen. Außerdem fand meine Nichte (5 Jahre, sie liebt Geschichten aller Art und auch oft schon welche für 6-8jährige) es schwierig der Geschichte zu folgen, da sie stellenweise etwas langatmig war. Die Nebenstory mit den Großeltern auf der Suche fand ich überflüssig, die hätte man ruhig weglassen können. Gegen Ende der Geschichte verlief plötzlich alles hopplahopp, die tollen neuen Abenteuer im grünen Tal wurden in einem Satz abgehandelt. Das hätte man sich auch sparen können meiner Meinung nach, das verwirrt ein Kind nur.

Zur zweiten Geschichte: ein junger Pirat lebt mit seinem Großvater auf einer verfallenen Burg und findet eine Schatzkarte. Sie beschließen den Schatz zu suchen und gelangen auf hoher See in eine Flaute. Die Vorräte gehen aus, es weht kein Wind und sie finden den Schatz nicht. Als ihnen dann ein hässliches Seeungeheuer begegnet erinnern sie sich an eine alte Sage und begegnen ihm freundlich. Aus Dank zeigt das Ungeheuer ihnen den Weg zum Schatz und durch eine magische Kette verwandelt sich das Ungeheuer zum Schuss wieder in eine Meerjungfrau.
Eine Moral könnte hier sein, dass man auch zu hässlichen Wesen freundlich sein soll und durch Großzügigkeit etwas Gutes geschieht. Mir war die Geschichte zu langatmig, manches wurde sehr ausführlich beschrieben, anderes wieder sehr kurz. Das Verhältnis finde ich sehr unausgewogen, und das ging mir bei der dritten Geschichte ebenso.

In der letzten Geschichte träumt Ritter Gawein von einem ungeheuerlichen Drachen, der mit ihm gemeinsam kämpft. Er überzeugt seine Gefolgsleute mit ihm zu reiten und findet schließlich den Drachen weit entfernt in seiner Höhle. Er klettert auf den Rücken des Drachen und bezwingt ihn somit ohne ihn zu verletzen, daher folgt der Drache ihm nun bis in die Ewigkeit, denn durch die Drachenmagie erlangt der Ritter und seine Burgleute Unsterblichkeit.
Hier wieder das Gleiche wie bei den Piraten, langatmige Strecken und kurze Abhandlungen, manches wie das mit der Magie bei Ritter Gawein hätte man auch weglassen oder genauer beleuchten können, so fand ich es sehr abgehackt. Eine Moral könnte hier sein, dass man mit Mut und reinem Herzen auch schwierige Situationen übersteht.

Der Klappentext passt im Übrigen gar nicht wirklich zum Inhalt der Geschichten, ich weiß nicht, wie eine Beschreibung so daneben gehen kann.

Insgesamt bin ich nicht sehr überzeugt von dem Buch und meine Nichte hatte nach der ersten Geschichte auch keine Lust mehr es sich vorlesen zu lassen. Ich kann es verstehen, es musste einiges erklärt werden und ihre Mutter konnte wie ich keine gute Moral in der ersten Geschichte erkennen sondern eher den problematischen Umstand den ich oben beschrieben habe. Wir vergeben daher nur drei von fünf Sternen, weil die Bilder immerhin ganz schön anzuschauen sind.


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