Samstag, 24. Januar 2015

Ordnung im Chaos


Über diesen Satz musste ich erst einmal nachdenken, denn mein erster Impuls war zu sagen "Nein, das sehe ich ganz anders!" organisiertes Chaos, Ordnung schaffen, Linie rein bringen, das mag so gar nicht zu meiner Auffassung von Kunst und Kreativität passen, vor allem wenn ich an expressionistische Bilder denke. Doch wenn ich näher darüber nachdenke muss ich meinen ersten Impuls korrigieren. Wenn ich mein Kopfchaos zum Beispiel auf ein Blatt Papier bringen möchte könnte ich zwar wild mit Farbe um ich werfen, aber ob die dann auf dem Papier ankommt ist fraglich. Also muss ich die Farbe zielgerichtet auf das Papier bringen. Dann muss ich auswählen, welche Farbe ich nehmen möchte und in welcher Form sie auf das Blatt soll. Chaotisch oder nur in bestimmten Teilen? Mit Pinsel oder ohne? Getupft oder gestrichen? Da müssen also schon viele Entscheidungen getroffen werden. Das kann man genauso in andere Kunstrichtungen übertragen, ohne Organisation und wenigstens grundlegende Planung geht es nicht, von daher ist dieser Satz doch nicht so widersprüchlich wie ich anfangs dachte.

Wer sich für Peter Greenaway und seine Kunst interessiert klickt einfach hier mal rein :-)

Inspirierte Grüße,
Joya

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