Sonntag, 14. September 2014

Gelesen: Drache und Phönix: Goldene Federn

Ich bin ja derzeit im Urlaub wie ihr wisst, und da habe ich viel Zeit zum Lesen. Deshalb kommt heute noch eine Rezension, dieses Mal von einem Buch, das ich erst gestern Nacht (!) ausgelesen habe.

Herzlichen Dank an dotbooks, dass ich mir dieses Buch kostenfrei zur Rezension aussuchen durfte:


Beschreibung

Eine große Liebe.
Eine gefährliche Reise.
Das Abenteuer beginnt.

Venedig im 18. Jahrhundert. Jan Stolnik führt ein rastloses Leben. Niemand ahnt, welches Geheimnis er hütet: Jan ist ein Drache, gefangen im Körper eines Menschen - dazu verdammt, ewig zu leben, ohne jemals seine Flügel entfalten zu können. Der Besuch der Lagunenstadt soll ihn für einige Zeit von seinem Schicksal ablenken. In den engen Gassen und prachtvollen Palazzi hört er immer wieder einen Namen: La Fiametta. Schon nach ihrer ersten Begegnung weiß Jan, dass die Sängerin mit der verführerischen Stimme und dem kapriziösen Wesen keine gewöhnliche Sterbliche ist. Er verliebt sich unsterblich in das schillernde Geschöpf - und erkennt rasch, dass Gefühle zum Fluch werden können…

Der erste Band der historischen Fantasy-Saga, die Jahrhunderte überspannt und an die schönsten Orte der Welt entführt: spannend, berührend, faszinierend.
Autorin

Angelika Monkberg, geboren 1955, lebt in Franken. Sie arbeitet im öffentlichen Dienst. Daneben schreibt sie Kurzgeschichten und Romane – wenn sie nicht zeichnet oder malt. In beiden Bereichen gilt ihr Interesse vor allem dem Phantastischen.

Das Buch

Das eBook hat ca. 185 Seiten und erschien als Roman im Oktober 2013 bei dotbook. Mir ist nichts am Schriftsatz aufgefallen, was den Lesefluss gestört hätte. Nur die Sprache des Buches ist gewöhnungsbedürftig.

Inhalt

Jan Stolnik, Sohn eines goldenen Drachen und einer menschlichen Adligen, begleitet in diesem ersten Roman der Reihe den Prinzen Anton Clemens von Sachsen in die Lagunenstadt Venedig. Der Prinz reist inkognito, doch der hohe Rat der Stadt weiß natürlich um seinen prominenten Gast und beide Seiten nutzen den Besuch für politische Gespräche und Geschäfte. Jan reist ebenfalls inkognito als Antons Reisemarschall und begleitet seinen Prinzen bei den meisten Veranstaltungen.
Immer wieder packt Jan die Unruhe, die sich nur durch Schmerz durch Feuer oder Sex mit einer Frau stillen lassen. Im Laufe des Aufenthaltes gibt er mehrmals beiden Möglichkeiten nach, doch dann trifft Jan auf die Fiametta, eine überirdische Sängerin, die mit ihm Katz und Maus spielt und in die Jan sich unsterblich verliebt. Die Fiametta scheint wie Jan kein normaler Mensch zu sein und erkennt Jan sofort als das was er ist. Doch dann wird die Inquisition auf Jans wahre Natur aufmerksam und es wird brenzlig für ihn. Und was ist mit der Fiametta, erwiedert sie Jans Liebe oder spielt sie nur ein Spiel mit ihm? Und was ist sie überhaupt für ein Wesen? Ihre Rolle bleibt für ich etwas unklar, es wird nicht geklärt was sie ist und warum sie aus dem Haus verschwand und in ein Kloster gesperrt wurde, aus dem sie einfach selbst wieder hätte entfliehen können. 

Fazit

Das Buch ist in einer ungewohnten Art der Sprache verfasst, es passt sich der Sprache des 18. Jahrhunderts an und daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Die einzelnen Kapitel sind mit Datum, Tages- und Ortsangabe überschrieben, was teilweise verwirrend war (weil für die Tagesbezeichnung viel Text verwendet wurde), teilweise fand ich es gut, weil viel Recherche hinter den ANgaben steckt. Sowieso hat die Autorin scheinbar viel recherchiert und viele Namen, Kanäle, Plätze und Gebäude benannt, ich bekam wirklich ein Gefühl für das damalige Venedig.

Was mich schon gestört hat waren die unerwarteten etwas plumpen und häufigen Sexszenen, die einen säuerlichen Geschmack bei mir hinterlassen haben. Die Autorin beschreibt diese Szenen ausgiebig und das Wort "Schwanz" kommt gefühlt häufiger in dem Buch vor als das Wort "Drache". Teilweise drehten sich ganze Abschnitte nur darum, ob und mit wem der Protaginist nun den nächsten Akt vollziehen kann. Das fand ich etwas nervig.

Der Rest des Buches, also die komplette Geschichte und der Plot mit Jan als Halbdrache haben mir gefallen und mich doch noch gepackt. Ich habe mir schon das nächste Buch gekauft und bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Für diesen ersten Band gibt es von mir 3 Sterne, da ist definitiv noch Platz und Potential nach oben :-)


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