Freitag, 29. August 2014

Gelesen: Saitensprung mit Kontrabass

Wieder ein tolles eBook, dass ich dieses Mal direkt über dotbooks lesen durfte, vielen Dank für das kostenlose Rezensionsexemplar und die wirklich nette Betreuung :-)


Beschreibung

Ein Roman voller Wortwitz, Charme und Humor: Entdecken Sie „Saitensprung mit Kontrabass“ von Christiane Martini jetzt als eBook.

Die Musikerin Marlene hat einen ungewöhnlichen Nachnamen: Sie heißt Saitensprung – dabei ist sie die Treue in Person. Das ändert sich, als sie ihren Lebensgefährten Tom zum Flughafen bringt. Dort begegnet sie einer merkwürdigen alten Frau … und fühlt sich plötzlich wie verhext: Auf einmal hat Marlene nur noch Männer im Kopf! Zu denen gehört auch Georg. Obwohl Marlene es zuerst nicht wahrhaben will, findet sie den sensiblen Lehrer sehr sympathisch. Aber was soll sie mit diesen Gefühlen anfangen? Und was wird geschehen, wenn Tom von seiner Reise zurückkehrt?

Autorin

Christiane Martini, geboren 1967 in Frankfurt am Main, ist Diplom-Musiklehrerin und Absolventin des Konzertexamens. Sie ist Dozentin für Blockflöte, Querflöte und Klavier, leitet mehrere Ensembles für Alte und Neue Musik und hat neben eigenen Kompositionen auch zahlreiche musikalische Lehrwerke verfasst. Christiane Martini ist nicht nur Musikerin, sondern als Autorin auch in verschiedenen Genres zu Hause. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Nähe von Frankfurt und wurde von ihrer Heimatstadt Dreieich mit einem kulturellen Förderpreis für Musik und einem Stipendium ausgezeichnet.

Das Buch

Das eBook hat ca. 197 Seiten und erschien als Roman im Juli 2014 bei "dotbooks". Leicht störend sind wiederholte Leerzeichen inmitten von Wörtern wo keine Leerzeichen sein dürften, aber darüber kann man auch gut hinweg lesen.

Inhalt

Leicht chaotisch mit einem Hang zur Selbstironie tanzt die Protagonistin Marlene Saitensprung durch das spielzeug- und legosteinverminte Kinderzimmer ihrer Tochter Lilli und fällt dabei nicht nur des öfteren auf die Nase sondern auch mitten hinein in den Flirt mit dem humorvollen Lehrer von gegenüber. Eigentlich ist sie ja mit Tom, dem Vater ihrer Tochter, zusammen, doch nachdem der sich auf einen Selbstfindungstrip nach Afrika aufgemacht hat steht Marlene nun alleine da. Noch am Flughafen begegnet sie einer geheimnisvollen alten Dame, die einen Zauber auf Marlene spricht. Das vermutet zumindest Marlene, die seit diesem Zeitpunkt in anderen Männern lauter potentielle Partner sieht und sich von einer Liebelei in die andere stürzt. Dann wird sie über Nacht auch noch zum gefragten Medienstar und kann sich vor lauter Angeboten kaum noch retten.

Marlenes sehr kritische innere Stimme namens Lotte, die sie stets begleitet und mehr als einmal einen hämischen (aber auch oft komischen) Kommentar auf Lager hat, kann den Leser etwas irritieren. Zumal es Lotte auch als tatsächliche Person gibt, sie ist nämlich Toms Mutter und wohnt mit ihrem Mann und einigen Tieren auf dem Land. Die Vermutung liegt also nahe, dass Marlene sich immer vorstellt, was Lotte zu der aktuellen Situation sagen würde, und das dann als innere Kritikerin wahrnimmt.

Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Bettina, die ihr den Rücken frei hält und deren Sohn auch noch der beste Freund von Lilli ist. Kurzerhand beschließen die beiden Frauen, zusammen eine Villa zu mieten und dort eine Wohngemeinschaft zu gründen. Doch lange bleibt diese WG nicht männerfrei, gut dass es so viele Zimmer gibt und damit Platz genug für zwei Familien :-)

Fazit

Ich bin etwas zwiegespalten. Das Buch hat mir im Ganzen gut gefallen, ich habe mehr als einmal schmunzeln müssen und mich amüsiert. Allerdings wollte ich auch mehrmals die Protagonistin am liebsten schütteln oder ihr eine Ohrfeige geben weil sie schon wieder etwas dummes in Sachen Männer anstellt. Manche Gefühlsregungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Da trifft man sich und schon kurze Zeit später ist es die große Liebe und noch etwas später ist es schon wieder aus. Das war mir manchmal etwas zu hastig, und das Ende hätte ich mir gerne etwas ausführlicher gewünscht, das war etwas hopplahopp. Alles in allem aber eine schöne leichte Lektüre, die von mir 4 von 5 Sternen bekommt.


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